Samstag, 20. Dezember 2025
Die Wintersonnwende markiert den Wendepunkt des Jahres: Ab dem 21. Dezember werden die Tage wieder länger. Jeweils zur Winter- und Sommersonnwende (21.12. und 21.6.) ändert sich der Sonnenstand – ein Ereignis, das traditionell mit einem Höhenfeuer am Bludenzer Hausberg von den Naturfreunden gefeiert wird.
Herrliches Wetter und angenehme Temperaturen luden heuer dazu ein, dieses besondere Naturschauspiel gemeinsam zu erleben. Rund 20 bergbegeisterte Naturfreunde ließen es sich nicht nehmen, bei dieser stimmungsvollen Tour dabei zu sein.
Pünktlich um 15:00 Uhr starteten die Nüziderser Naturfreunde über die Frassenhütte Richtung Gipfel. Nach einer kurzen Rast ging es weiter zum abendlichen Gipfelvergnügen.
Während des Anstieges zur Dämmerung versank die Sonne langsam hinter den Schweizer Bergen und färbte den Himmel für kurze Zeit in allen erdenklichen Farben, bis schließlich auch am Gipfel die Dunkelheit Einzug hielt.
Mehrere Gruppen, sowohl über die Frassenhütte als auch über den Rappenschrofenweg, fanden sich am Gipfel ein. Dort hatten die Naturfreunde rund um Roland Burger bereits den Latschenhaufen vorbereitet.
Um 17:30 Uhr war es dann so weit: Die Naturfreunde Jugend entzündete das beachtliche Höhenfeuer. Vom Wind angefacht loderten die Flammen hoch in den dunklen Nachthimmel. Die Kälte wurde durch die wohltuende Wärme des Feuers gebrochen, und das beeindruckende Flammenspiel sorgte für eine ganz besondere Atmosphäre.
Nach rund einer Stunde erlosch das Feuer langsam, und man konnte die lange Kette aus Stirnlampen wieder talwärts ziehen sehen – die Herzen erfüllt von starken Bildern und einer unvergesslichen Abendstimmung.
Der Schnee lag in diesem Jahr nur im Gipfelbereich, was der Freude jedoch keinen Abbruch tat.
Ein besonderer Dank gilt Hansi Bandl vom Alpengasthof Muttersberg, der allen Sonnwendfeiernden eine sichere Talfahrt mit der Muttersbergbahn ermöglichte.
Ein herzliches Dankeschön an die Naturfreunde Nüziders, besonders an Roland Burger, der die Organisation dieser gelungenen Veranstaltung übernommen hat.
Berg frei! 🏔️
Bericht Günter Griesser